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Piercing
ist eine alte Tradition der Afrikanischen Stämme.
Für Uns ist es mit der Weile zu einem Körperkult geworden. Wir finden
immer wieder neue Stellen, die wir mit dem Schmuck verschönern wollen.
Das Wort Piercing kommt aus dem Englischen und bedeutet nichts anderes als
"Durchstechen".
Auch wenn mittlerweile jedes Kind weiß, das Piecing eine Form von Körperschmuck
ist, sollte man es immer noch mit Vorsicht genießen. Es werden leider
immer noch viele Fehler gemacht von Leuten, die sich zwar "Piercer"
schimpfen, aber nicht wirklich Ahnung haben.
Beim Durchstechen jedlicher Körperstellen kann es immer wieder zu
Komplikationen kommen.
Unter Komplikationen sollte man sich nicht nur einfache Entzündungen oder
ähnliches Vorstellen. Es kann zu ernsthaften und vorallem schmerzhaften
Komplikationen kommen, die im schlimmsten Fall zum Tod führen können.
Ihr solltet also darauf achten wer euch pierct, wie es gemacht wird und
vorallem, das Ihr richtig aufgeklärt werdet.
Der Piercer sollte euch alle Fragen beantworten können, also haltet euch
nicht mit den Fragen zurück .Es ist euer Körper und immerhin habt Ihr
nur den einen.
Geschichte II:
Seit Anbeginn der Menschheit scheint es archäologischen Funden nach Bräuche
der Perforierung eines Organs gegeben zu haben. So sind Steinpflöcke aus
der Urzeit im Tschad entdeckt worden, von den Pharaonen 3000 Jahre vor
unserer Zeit wurde zahlreicher kostbarer Ohrschmuck zu Tage gefördert
oder prachtvoller Nasenschmuck, Vermächtnisse präkolumbianischer
Zivilisationen sind heute im Goldmuseum von Bogotá zu bewundern. In der
historischen Bildhauerei wie auch Malerei ist das hohe Alter und die
weltweite Streuung dieser Bräuche bekundet. Die riesigen Statuen der
Osterinseln zeigen die Verlängerung der Ohrläppchen und ägyptische
Malereien stellen Nubier mit Ringen durch die gesamte Ohrmuschel dar.
Hinter allen Arten der körperlichen Gestaltung verbergen sich eine Fülle
verschiedener Deutungsmöglichkeiten.
Seinen Ursprung findet dieses in einer magischen oder mystischen Absicht,
das Kundtun seines Glaubens an eine höhere Instanz, die Allgegenwärtigkeit
übernatürlicher Kräfte in der Natur. Die Formen variieren nach
Kulturen, Epochen und Orten. So kann das Durchstechen eines Organs ein
Ritual der verschiedenen Lebensabschnitte, ein Symbol für Reichtum,
Sippenzugehörigkeit sein oder es wird damit die opferbereite Unterwerfung
gegenüber den Göttern bekundet, wie z.B. das durchbohren der Zunge bei
den Mayas oder wie heute noch praktiziert, das rituelle Durchlöchern der
Wangen in Indien und Indonesien. Matrosen schmückten sich beispielsweise
nach jeder Reise über den Äquator mit einem zusätzlichen Ohrring
Schon die alten Inkas und Azteken (Südamerika) hatten Ohrpflöcke als
Zeichen eines hohen Sozialstatus. Auch die Ägypter trugen "Piercings",
so zB. Bauchnabelringe als Zeichen der Adeligkeit. Die römischen
Centurios trugen Brustwarzenringe als Ausdruck ihrer Männlichkeit und
ihres Mutes, angeblich sogar zur Befestigung ihrer kurzen Umhänge. Inuit
(Eskimos) trugen aus rituellen Gründen Wangenpiercings mit
Walfischknochenscheiben. Bekannt sind auch einige afrikanische Volksstämme
die die sogenannten Labrets zu Tellerlippen weiten und dadurch das Ansehen
im Stamm erhöhen.
Im Mittelalter trugen Frauen der höheren Gesellschaft Brustwarzenringe
als Modeaccessoires. Die Männer dagegen trugen oft einen Penis Ring, um
ihren Penis an den Körper anzulegen, damit er sich in den damals
modernen, sehr engen Beinlingen nicht abzeichnete. Daher soll auch der
Name dieses Piercings stammen. Prinz Albert, Gatte der Königin Viktoria
von England 19. Jhdt. soll ihn erfunden haben.
Piercings hatten fast immer ausschließlich religiöse Gründe. So stehen
z.B. Ohrpiercings für umfassende Information und Piercings am Mund für
Mitspracherecht. Der Nasenschmuck dagegen steht für ein sicheres Gespür.
Außerdem diente der Schmuck als Schutz vor dem Eindringen böser Geister
und gegen das Entrinnen der Seele aus dem Körper.
Fast alle heute benutzten Piercings sind bei diesen Völkern abgeschaut. |